Mittwoch, Mai 03, 2006

Videoblogger, Traffic Klau

Kürzlich gab es grosse Diskussion untern Bloggern, welche Videos auf Ihren Seiten eingebunden hatten. Warum? Weil Veoh RSS Feeds sowie ganze Seiten gespidert und die Videos von dort ohne Einverständnis den Bloggern auf Ihre eigene Seite geladen hat. Veoh erstellte sogennante Schatten-Feeds der Videoblogs, die ohne Hinweis auf den eigentlichen Autor und die original Seite gelistet wurden. Auf massiven Druck der Blogger hat Veoh die “geklauten” Videos vom Netz genommen und hostet nun nur noch direkt bei Veoh hochgeladene Videos oder solche Feeds, die von den Bloggern selbst freigeschalten werden können. Diese schnelle Reaktion hängt wohl mit den $12,5 Millionen zusammen, die Veoh von Michael Eisner (ehemaliger Disney Chef), Time Warner und anderen in einer zweiten Founding Runde bekommen hat. In einem offenen Brief an die Videoblogger hat Veoh Chef Dmitry Shapiro seine Gründe für das Vorgehen nochmals dargelegt und versucht die Wogen zu glätten. Veoh gehe es nicht darum die Inhalte zu stehlen, meint Shapiro, sondern die Blogger von den Traffickosten zu entlasten und so dafür zu sorgen, dass hochauflösende Videos ins Internet kommen. Und gerade hochauflösende Clips ins Internet zu bringen ist das erklärte Ziel von Veoh (We are looking for HIGH QUALITY, FULL SCREEN video, encoded at about 400 MB per hour using MPEG 4, DivX preferred.). Die ganze Diskussion reißt ein sehr sensibles Thema an: Wie werden Internet Videos richtig verlinkt? Selbst ich hatte am Anfang Mühe, habe unüberlegt, ohne Rücksicht auf Verlust einfach die HTML Codes kopiert und bei mir eingebaut. Anders als bei normalen Blogposts oder Newsartikeln hat sich allerdings für das Verlinken von Videos noch kein klarer Standard entwickelt.
Das Problem ist, dass ein Direktlink zum Video schnell als Traffic-Klau angesehen werden kann und hostet man das Video auf dem eigenen Server führt das zu noch größeren Problemen (s. Veoh). Ein reiner Link zur Seite des Videomachers ist trotzdem keine wirkliche Alternative, weil das spezielle Video oft versteckt und nur schwer zu finden ist. Zumal bedeutet das auch, wenn der Link gelöscht wird war die ganze Arbeit für die Katz. Wie nun die Videos richtig verlinkt werden sollten, auf diese Frage findet man im Internet fast keine Antwort. Zumal nicht auf Deutsch. Wer sich aber dennoch interessiert dafür, der findet in der Quelle dieses Blogs eine Antwort darauf. Ich werde mich allerdings nicht davor scheuen, veröffentlichte Videos in meinen Blog einzubauen. Denn es sollte jedem klar sein, der ein Homevideo ins Internet lädt dass dieses weiterverwendet werden kann. Nur wenige Seiten im Netz, klären nämlich darüber auf, was man darf und was nicht. Und wen interessiert schon kleingeschriebenes? Leider niemand. ( Dieses Original von Gugelproductions, wurde von mir ein wenig abgeändert. Herzlichen Dank aber für Deinen Beitrag zur Aufklärung)

1 Kommentar:

Oliver Müller hat gesagt…

Von Trafficklau kann hier nicht die Rede sein. Es ist eine Dienstleistung, die sie zur Verfügung stellen. Dafür muss man auch mit diesen Konsequenzen leben wie z.B. Ausfälle der Videos auf der eigenen Seiten, Konkursgefahr der Dienstleister etc. Dennoch würde ich für diese Dienstleistung sogar ein bisschen bezahlen.